Arbeitnehmerüberlassung und (Schein-)Werkverträge

Fremdpersonaleinsätze aufgrund von Werk- oder Dienstverträgen, sei es als Solo-Selbstständige oder Dienst- bzw. Werkunternehmer mit eigenen Mitarbeitern, sind mittlerweile gang und gäbe. Outsourcing prägt seit etlichen Jahren die Unternehmenslandschaft. Prominente Fälle aus der jüngeren Vergangenheit zeigen allerdings, dass ein solcher Einsatz von Fremdpersonal mit vielfältigen Compliance-typischen Risiken verbunden ist:

Für den Fall einer Statusverfehlung drohen nicht nur das Entstehen unbefristeter Arbeitsverhältnisse, die Nachentrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern, Bußgelder, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen oder die persönliche Haftung der Manager, sondern auch umfassende „Image-Risiken“ für die betroffenen Einsatzunternehmen. Die neueste Gesetzgebung zu Leiharbeit und Werkverträgen und die stete Zunahme von Betätigungsformen jenseits des Normalarbeitsverhältnisses („Arbeiten 4.0“) machen gleichwohl deutlich, dass das Thema weiterhin höchst brisant bleiben wird.

Dr. Thilo Mahnhold und Dr. Daniel Klösel sowie Antje Klötzer-Assion von Livonius Rechtsanwälte, die unter dem TitelContractor Compliance. Haftungsprävention und Fallmanagement beim Einsatz von Fremdpersonalein Buch zur Gestaltung von Fremdpersonaleinsätzen herausgegeben haben, informieren in ihren Seminaren über die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Einsatz von Fremdpersonal und vermitteln Strategien zur Haftungsvermeidung sowie zu einem wirksamen Fallmanagement, wenn das Kind bereits „in den Brunnen gefallen“ ist. Ein besonderer Fokus liegt auch auf der Frage, wie derartige Strategien in Form eines Compliance-Konzepts implementiert oder in bereits bestehende Compliance-Organisationen integriert werden können.

JUSTEM Rechtsanwälte

JUST EMPLOYMENT – JUST EMPLOYERS